Virtuelle Werkstatt unter Windows 10 und Nvidia-Grafikkarte

Letzte Änderung: 19.11.2020

Will man die virtuelle Werkstatt auf einem PC mit Windows 10 und einer Nvidia-Grafikkarte nutzen, so kommt es leider manchmal zu dem Problem, daß die Software nur einen weißen Bildschirm anzeigt und sich dann nicht weiter bedienen läßt.

Dieses falsche Verhalten liegt an einer bisher noch nicht endgültig geklärten Unstimmigkeit zwischen dem enstprechenden Treiber für die Grafikkarte und der entsprechenden Komponente unserer Software.

Dieses Problem ist bei uns weiterhin in Bearbeitung, allerdings können wir derzeit keine konkreten Angaben zum Zeitpunkt einer endgültigen Lösung machen.

Das Fehlverhalten wurde bisher auch nur in dieser speziellen Kombination von Betriebssystem und Grafikkarte beobachtet.
Beim Einsatz einer älteren Versionen von Windows oder einer Grafikkarte eines anderen Herstellers wurde dieses Problem bisher nicht beobachtet. Es tritt auch nicht mit jeder Grafikkarte bzw. jedem Treiber von Nvidia auf.

Es ist auch nur die vituelle Werkstatt betroffen, alle anderen Komponenten der KELLER-Software (insbesondere die Multimedia-Module zu PAL, etc.) sind nicht von diesem Problem betroffen.

Eine Lösung kann ein Wechsel des Grafikkartentreibers sein, speziell bei älteren Versionen des Treibers für Nvidia-Karten tritt dieses Problem selten auf. Allerdings werden solch ältere Treiber unter Umständen über ein Windows-Update wieder durch eine aktuelle Version ersetzt. Insofern führt der Weg über einen solchen alten Grafikkartentreiber manchmal nicht zu einer dauerhaften Behebung des Problems.

Ein eher ungewöhnlicher Weg zur Umgehung dieser Problematik führt über eine zeitweilige Deaktivierung der Grafikkarte im Gerätemanager des betroffenen PCs:

Man deaktiviert vor dem Start der KELLER-Software die Grafikkarte im Gerätemanager und aktiviert die Grafikkarte wieder, wenn man mit der KELLER-Software gearbeitet hat. Dies ist natürlich nur dann erforderlich, wenn man auch tatsächlich mit der virtuellen Werkstatt arbeiten möchte.

Alternativ kann man auch die folgenden beiden Batche nutzen, um diesen Vorgang auszuführen:


Deaktivierung der Grafikkarte:
@echo off
set gk=
for /f "tokens=2" %%i in ('pnputil /enum-devices /class Display /connected') do set gk=%%i& goto x
:x
pnputil /disable-device "%gk%"


Aktivierung der Grafikkarte:
@echo off
set gk=
for /f "tokens=2" %%i in ('pnputil /enum-devices /class Display /connected') do set gk=%%i& goto x
:x
pnputil /enable-device "%gk%"


Die Batche müssen als Administrator gestartet werden, damit das Deaktivieren und erneute Aktivieren der Grafikkarte durchgeführt werden kann. Administrator-Rechte sind auch erforderlich, wenn man diesen Vorgang direkt im Gerätemanager vornimmt.

Will man auch Anwendern ohne Administrator-Rechten diesen Vorgang ermöglichen (also z.B. den Schülern innerhalb eines Klassenraums), so kann man zum Beispiel die Windows-Aufgabenplanung verwenden:

Man richtet zwei Aufgaben ein, welche mit höchsten Berechtigungen unter dem Konto eines Administrators ausgeführt werden. Einziger Inhalt dieser Aufgaben ist der Start des jeweiligen Batches, die Aufgaben heißen z.B. "Grafik-Aus" und "Grafik-An".

Wichtig: Die zu startenden Batche müssen auf dem PC an einer Stelle gespeichert werden, wo der normale Anwender keine Dateien ändern kann (evtl. auch gar keinen Zugriff hat). Ansonsten könnte der Anwender diese Batche ändern und sich unberechtigten Zugriff auf den PC verschaffen.

Für dem Anwender richtet man nun zwei Batche ein, welche per "schtasks /run /tn Grafik-Aus" bzw. "schtasks /run /tn Grafik-An" die jeweilige Aufgabe starten und keine Administrator-Rechte benötigen.